Südlicher Hofgarten mit Residenz

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Stadtführungen und Museumsführungen in Würzburg                                                                 zurück zur Startseite

 

Rückblick auf öffentliche Führungen 2015 (Auswahl):

Donnerstag 1.1.15 ( Neujahrstag) 15.00 Uhr: Die Farbe Weiß! - Lange hatte die Farbe Weiß in der Kunst nur dienende Funktion. Sie war die  Farbe des Bilduntergrundes und sollte Licht in ein Bild bringen. Seit der Befreiung der Farben von ihren abbildenden Aufgaben in der Moderne entfaltet auch das Weiß seine volle Kraft. Die Ausstellung zeigt die Emanzipation der Farbe von den Schneelandschaften der Impressionisten, über die revolutionären Licht-Objekte der Zero-Künstler bis zu ironisch gebrochenen Bildern der Gegenwart. Zu sehen sind Werke von Hans Arp, Lucio Fontana, Günter Uecker, Hermann de Vries und vielen anderen. Eine Sonderausstellung zu den überraschenden Möglichkeiten einer unterschätzten Farbe. Im Kulturspeicher. Führung 4,50 €, Eintritt 4,50 €. 

Freitag 6.2.15 17.00 Uhr: Die Mozartschule - "Denkmal" oder "Alte Kiste"? Viele qualitätvolle Beispiele der Baukunst der 50er Jahre sind in den vergangenen Jahren in Bayern durch Abriss verloren gegangen. Dabei wird der Wert dieser leichten, abwechslungsreichen und lichten Architektur gerade wieder entdeckt. Mit ihr verabschiedete man sich vom schweren und monumentalen Neo-Klassizismus der Nazis. Es ist die Architektur des demokratischen Neuanfangs. Ein schon zur Zeit seiner Errichtung bewundertes Werk dieses Stils ist die Mozartschule in der Würzburger Hofstrasse. Zwar steht der Bau unter Denkmalschutz. Doch die Stadtratsmehrheit will das Gelände an Immobilieninvestoren verkaufen. Nun droht „dem Moz", wie die Würzburger sagen, der Abriss. Unter Fachleuten hat dies bundesweit heftige Kritik hervorgerufen. Auch viele Würzburger Bürger streiten für die Erhaltung des Moz. Der Stadtheimatpfleger Dr. Hans Steidle entwickelte bereits einen Plan für die öffentliche Nutzung und Finanzierung. Kein Raum steht leer. Zurzeit wird das Haus von Bildungseinrichtungen und dem Bürger-Kino "Central" belebt. Da die Stadt die Fassaden und Außenanlagen des Gebäudes nicht instand gehalten hat, ist sein Wert nicht leicht zu erkennen. Die Führung zeigt die Baukörper und ihre ursprüngliche Farbgebung, die original erhaltenen Innenräume und die zahlreichen qualitätvollen Beispiele der 'Kunst am Bau'. Dazu informiert sie über die Geschichte des Hauses, die Chancen zu seiner Erhaltung und Perspektiven für seine Zukunft. Treffpunkt ist das Foyer am Eingang  Hofstrasse (Kinoeingang). Die Führung ist kostenlos. Eine Veranstaltung der Heiner-Reitberger-Stiftung. Informationen zum Gebäude und zu seiner Geschichte finden Sie auf der Seite der Bürgerinitiative "Rettet das Moz!"

Sonntag 8.3.15 11.00 Uhr: Vom Alten Ägypten nach Griechenland und Rom. Höhepunkte der Antikensammlung im Martin von Wagner Museum. Fundstücke vom Ursprung der abendländischen Kultur. Es beginnt mit Katzenmumien, sterbenden Göttern und Dienern für das Jenseits. In der Sammlung griechischer Keramik sehen Sie dann nicht nur die berühmte Brygos-Schale. Sie erfahren auch endlich, warum regelmäßig reife Herren mit Kaninchen im Gymnasion verschwanden und manche von ihnen ohne Kaninchen aber mit einem feinen Lächeln wieder herauskamen. Im Südflügel der Residenz. Vom Residenzplatz gehen Sie durch den Torbogen des Südflügels bis in den zweiten Innenhof. Der Aufgang zum Museum liegt rechter Hand. Führung 3 Euro, Eintritt frei. Eine Veranstaltung der Museumsinitiative am Martin von Wagner Museum

Sonntag 22.3.15 11.15 Uhr: Lichtbild und Datenbild – Spuren Konkreter Fotografie. Malen mit Licht! Konkrete und abstrakte Fotogramme, die einen in digitaler Technik, die anderen in einer Rückbesinnung auf das Handwerkliche und das Authentische des Materials wieder zunehmend analog. Irritierende und faszinierende Experimente der Fotografie in magischer Schönheit und makelloser Perfektion. Eine Gegenüberstellung von Klassikern und neuesten Arbeiten einer jungen Generation. Sonderausstellung im Kulturspeicher. Führung 4,50 €, Eintritt 3,50 €. 

Sonntag 29.3.15 15.00 Uhr: Würzburger Geheimnisse. Was sie schon immer über Würzburg wissen wollten, aber nie jemanden fragen konnten! Wie kam die Stadt zu ihrem Namen? Warum ist die große Marienkirche am Markt eine "Kapelle"? Wie kam das Neumünster zu seiner auffälligen Fassade? Wer steckte wirklich hinter dem Mord am heiligen Kilian? Und was steckt hinter der spektakulären  Würzburger Empfängnis? All das und noch vieles mehr wird in dieser Stadtführung beantwortet. Ja Sie erfahren sogar, wie politische Hintergründe die Gestaltung der Brunnenfiguren am Sternplatz beeinflusst haben. Treffpunkt: Vierröhrenbrunnen am Grafeneckart (Rathaus). Gebühr 5 Euro.

Sonntag 12.4.15 15.00 Uhr: Würzburg im Nationalsozialismus Auf dem Weg vom Rathaus über die NS-Einrichtungen in der "Adolf-Hitler-Straße" und die Gestapo-Zentrale in der Ludwigstraße zum Gauhaus am Residenzplatz berichtet die Führung von den politischen Wirren der 20er Jahre, von den völkischen Feinden der Demokratie, vom Übergang zur Gewaltherrschaft, von Deportationen, Anpassung und Widerstand. Auch vom Profit des Textilkönigs Josef Neckermann bei der Enteignung der Kaufmannsfamilie Ruschkewitz oder vom Widerstand christlicher Jugendgruppen wird die Rede sein. Texte und Photographien ergänzen den Besuch der Orte des Geschehens und zeigen das heute nicht mehr Sichtbare. Treffpunkt: Vierröhrenbrunnen beim Grafeneckart (Rathaus). In der Reihe "Stadtverführungen". Gebühr 5 €. 

Sonntag 19.4.15 17.00 Uhr: Die Hexenverfolgungen in Würzburg.  Die Führung schildert die Hintergründe der Verfolgungen, den Beginn unter Bischof Julius Echter, die Folter- und Gerichtspraxis, die Kritik an den Verfolgungen und das Ende nach 1750. Im Rathaus befanden sich Hexengefängnisse. Die Alte Mainbrücke eignete sich für "Wasserproben". Am Kilianshaus waren das Gericht und die Folterkammern. Im Neumünster ist bis heute der Grabstein des hochgelehrten Johannes Trithemius zu sehen, der in seinem Gutachten für den Kaiser die Hexengefahr bestätigt hatte. Auszüge aus der Würzburger Hinrichtungsliste machen deutlich, dass weite Teile der Bevölkerung betroffen waren. Den Abschluss bildet der Kampf des Paters Friedrich Spee gegen die Verfolgungen und ein Ausblick in unsere Zeit. Treffpunkt: Falkenhaus am Oberen Markt. Gebühr 5 Euro.

Sonntag 14.6.15 17.00 Uhr: Julius Echter von Mespelbrunn - Wohltäter oder Tyrann? Eine Annäherung an eine der umstrittensten Figuren der Würzburger Geschichte. Für die Gründung von Juliusspital und Universität wurde er von der Nachwelt gefeiert, für die Initiative zur Hexenverfolgung geächtet. Innenpolitisch gelangen ihm beispielhafte Verwaltungsreformen, außenpolitisch blieb er jedoch ein erfolgloser Hasardeur. So glaubte er, sich mit der Vertreibung von Protestanten und Juden im Sinne seiner Kirche bewährt zu haben und entging doch nur knapp der Exkommunikation durch den Papst. Treffpunkt: Echter-Denkmal an der Ecke Juliuspromenade / Dominikanerplatz (Optik Abele). Führungsgebühr 5 Euro.

Samstag 15.8.15 (Maria Himmelfahrt) 15.00 Uhr: Frauen in Würzburg. Als das Christentum nach Würzburg kam, spielten Frauen wie Immina und Gailana im öffentlichen Leben noch eine wichtige Rolle. Aber hat selbige Gailana wirklich unseren Hlg. Kilian auf dem Gewissen? Im hohen Mittelalter schlossen sich freiheitswillige Frauen zu Beginen-Gemeinschaften zusammen. Die jüdische Ärztin Sara praktizierte in Würzburg. Unter Bischof Julius Echter begann die Hexenverfolgung. Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts erkämpften sich Frauen einen freien Zugang zu Bildung und Wahlrecht. Die Stadtführung berichtet u.a. von den Frauenrechtlerinnen Klara Oppenheimer und Johanna Stahl, von den Künstlerinnen Gertraud Rostosky und Emy Roeder und von der Schriftstellerin Elisabeth Dauthendey. Führungsdauer ca. 90 Minuten. Treffpunkt: Vor der Augustinerkirche am Dominikanerplatz. Gebühr 5 Euro.

Sonntag 30.8.15 15.00 Uhr: Rebellen, Reformer, Visionäre - Würzburger Persönlichkeiten im Kampf für eine bessere Welt. Walter von der Vogelweide erneuert in seinen Mädchenliedern den Minnesang und das Verhältnis von Mann und Frau. Die Beginen streiten für ein selbstbestimmtes Leben in Gemeinschaft. Der Pfeiferhannes fordert im späten Mittelalter die soziale Gleichheit der Menschen und Gottes Strafgericht über die Eitelkeit und unersättliche Gier der Fürsten und hohen Geistlichkeit - er endet auf dem Scheiterhaufen. Vier Jahrhunderte später gelingt den Liberalen der Märzrevolution um Wilhelm Josef Behr ein erster Schritt zur Demokratie. Leonhard Frank streitet in der Kriegsbegeisterung der frühen Jahre des ersten Weltkrieges für den Frieden. Die Würzburger Räterepublik hält ganze zwei Tage. Frauen wie Klara Oppenheimer erstreiten sich das Stimmrecht und den Zugang zu höherer Bildung. Christliche Jugendgruppen kämpfen gegen den Nationalsozialismus. Treffpunkt: Vor der Augustinerkirche am Dominikanerplatz. In der Reihe Stadtverführungen, Gebühr 5 Euro.

Sonntag 20.9.15 17.00 Uhr: Zu Gast im alten Würzburg. Eine Stadtführung zu historischen Hotels, Gasthöfen und Badeschiffen. Manche haben Ihr Gesicht über die Zeit erhalten, wie der Stachel, das Lämmle oder manches Bäck, andere haben sich verwandelt, wie das Odeon, das als Varieté begann, schließlich Kino wurde und sich heute als „Lounge“ präsentiert. Besonders prominent unter den Verwandlungen ist der Gasthof zum Hirschen, in dem heute eine Bank residiert. Freilich sind auch viele gastliche Häuser in Zeit und Krieg untergegangen, wie das berühmte Hotel Schwan, die Varietes der zwanziger Jahre, das maurische Cafe Alhambra oder die Badeschiffe am Main. Alte Bilder lassen diese Orte wieder lebendig werden. Dazu hören Sie Hintergründiges zur Geschichte von Kaffee-, Wein- und Biergenuss in unserer Stadt. Treffpunkt: Vierröhrenbrunnen am Grafeneckart (Rathaus). Führungsgebühr 5 Euro.

Sonntag 6.12.15 11.15 Uhr (auch 13.00 und 15.00 Uhr): Picasso in Würzburg. Grafik aus dem Museum Kunstpalast Düsseldorf. Der einflussreichste Maler des 20. Jahrhunderts war auch ein versierter Grafiker. Zu sehen sind seine berühmten Minotaurus- und Stierkampfgrafiken, mythologische Szenen, Bilder seiner Kinder, selbstverständlich Darstellungen seiner Geliebten, aber auch eine seltene Mutter-Kind-Grafik. Die Ausstellung zeigt einen Überblick über verschiedene Werkphasen Picassos, seine Stile und Techniken und kann auch als Tagebuch seines Lebens gelesen werden. Sonderausstellung im Kulturspeicher. Führung 4,50 €, Eintritt an diesem Tag frei! Die Zahl der Teilnehmer ist bei dieser Führung begrenzt. Bitte kommen Sie frühzeitig an die Kasse und fragen nach dem Reservierungsticket für die Führung. Eine Anmeldung ist nicht möglich. Die Reservierungstickets werden am Tag der Führung ab Kassenöffnung ausgegeben. Die Zusatzführungen um 13.00 und 15.00 Uhr sind nach aller Erfahrung weniger überlaufen.

Sonntag 13.12.15 um 11.15 Uhr: Picasso in Würzburg. Grafik aus dem Museum Kunstpalast Düsseldorf. Der einflussreichste Maler des 20. Jahrhunderts war auch ein versierter Grafiker. Zu sehen sind seine berühmten Minotaurus- und Stierkampfgrafiken, mythologische Szenen, Bilder seiner Kinder, selbstverständlich Darstellungen seiner Geliebten, aber auch eine seltene Mutter-Kind-Grafik. Die Ausstellung zeigt einen Überblick über verschiedene Werkphasen Picassos, seine Stile und Techniken und kann auch als Tagebuch seines Lebens gelesen werden. Sonderausstellung im Kulturspeicher. Führung 4,50 €, Eintritt 5,50 €. Die Zahl der Teilnehmer ist bei dieser Führung begrenzt. Bitte kommen Sie frühzeitig an die Kasse und fragen nach dem Reservierungsticket für die Führung. Eine Anmeldung ist nicht möglich. Die Reservierungstickets werden am Tag der Führung ab Kassenöffnung ausgegeben. 

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