Südlicher Hofgarten mit Residenz

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Stadtführungen und Museumsführungen in Würzburg                                                                 zurück zur Startseite

 

Rückblick auf öffentliche Führungen 2017 (Auswahl):

Sonntag 19.2.17 11.15 Uhr: Sehnsucht Landschaft. Bei dem für diese Ausstellung gewählten Titel vergisst man leicht, dass Landschaftmalerei noch ganz andere Funktionen hat, als Sehnsuchtsgefühle zu bedienen. Denn in ihr kommt die Haltung des Menschen zur Natur und zu sich selbst als Teil dieser Natur in religiöser, philosophischer, wissenschaftlicher und ökonomischer Hinsicht zum Ausdruck. So wird die Entwicklung der Landschaftsmalerei zum Indikator des geistesgeschichtlichen Wandels. In meiner Führung gehen wir über die in der Ausstellung gezeigte Epoche hinaus und folgen diesen spannungsreichen historischen Entwicklungen von der Antike bis heute anhand von Texten und Bildern. Sonderausstellung im Kulturspeicher. Führung 4,50 €, Eintritt 5,50 €. 

Sonntag 7.5.17 15.00 Uhr: Würzburg im Nationalsozialismus Auf dem Weg vom Rathaus über die NS-Einrichtungen in der "Adolf-Hitler-Straße" und die Gestapo-Zentrale in der Ludwigstraße zum Gauhaus am Residenzplatz berichtet die Führung von den politischen Wirren der 20er Jahre, von den völkischen Feinden der Demokratie, vom Übergang zur Gewaltherrschaft, von Deportationen, Anpassung und Widerstand. Auch vom Profit des Textilkönigs Josef Neckermann bei der Enteignung der Kaufmannsfamilie Ruschkewitz oder vom Widerstand christlicher Jugendgruppen wird die Rede sein. Texte und Photographien ergänzen den Besuch der Orte des Geschehens und zeigen das heute nicht mehr Sichtbare. Treffpunkt: Vierröhrenbrunnen beim Grafeneckart (Rathaus). In der Reihe "Stadtverführungen" des Gästeführervereins. Gebühr 5 €. 

Sonntag 11.6.17 17.00 Uhr: Rebellen, Reformer, Visionäre - Würzburger Persönlichkeiten im Kampf für eine bessere Welt. Im Mittelalter führen die Beginen ein selbstbestimmtes Leben in Gemeinschaft und werden vom Papst verboten. Der Pfeiferhannes fordert soziale Gerechtigkeit und endet auf dem Scheiterhaufen. Vier Jahrhunderte später gelingt den Liberalen der Märzrevolution um Wilhelm Josef Behr ein erster Schritt zur Demokratie. Leonhard Frank schreibt im Weltkrieg für den Frieden. Frauen wie Klara Oppenheimer erstreiten ihr Wahlrecht und den Zugang zu höherer Bildung. Christliche Jugendgruppen kämpfen gegen den Nationalsozialismus. Treffpunkt: vor der Augustinerkirche (Dominikanerplatz).  5 Euro.  

Sonntag 25.6.17 17.00 Uhr: Würzburg und seine Brunnen. Eine Stadtführung zu Wasserspendern aus drei Jahrhunderten. Warum heißt der Brunnen vor dem Rathaus eigentlich "Vierröhrenbrunnen", obwohl gar keine Röhren zu sehen sind? Auch die weiblichen Figuren des Brunnens sind aufschlussreich - sie enthalten eine Mahnung an Bürger und Rat. Dies und vieles Weitere zu Kunst und Geschichte von Fischerbrunnen, Marktbrunnen, Häckerbrunnen, Sternplatzbrunnen, Chronosbrunnen, und Frankoniabrunnen. Treffpunkt: Vierröhrenbrunnen am Grafeneckart (Rathaus). 5 Euro

Sonntag 9.7.17 17.00 Uhr: Neues zu den Hexenverfolgungen in Würzburg. Die Führung präsentiert neue Forschungsergebnisse zu den Hexenprozessen in Würzburg. Sie schildert die Hintergründe, den Beginn unter Bischof Julius Echter, die Folter- und Gerichtspraxis, die Kritik an den Verfolgungen und das Ende nach 1750. Im Rathaus befanden sich Hexengefängnisse. Die Alte Mainbrücke eignete sich für "Wasserproben". Am Kilianshaus waren das Gericht und die Folterkammern. Auszüge aus der Würzburger Hinrichtungsliste machen deutlich, dass weite Teile der Bevölkerung betroffen waren. Den Abschluss bildet der Kampf des Paters Friedrich Spee gegen die Verfolgungen und ein Ausblick in unsere Zeit. Treffpunkt: Domvorplatz (beim Cafe am Dom).  5 Euro.

Sonntag 23.7.17 17.00 Uhr: Julius Echter von Mespelbrunn - Wohltäter oder Tyrann? Stadtführung zum 400. Todesjahr. Für die Gründung von Juliusspital und Universität wurde er von der Nachwelt gefeiert, für die Vertreibung von Protestanten und Juden kritisiert, für die Beteiligung an der Hexenverfolgung geächtet. Die Stadtführung präsentiert neue und durchaus unerwartete Forschungsergebnisse zu Echter und folgt den Spuren seiner Herrschaft vom Juliusspital bis zur Alten Uni. Treffpunkt: Echter-Denkmal an der Ecke Juliuspromenade/Dominikanerplatz (Optik Abele).  5 Euro.  

Sonntag 17.9.17 11.15 Uhr: Scharf geschnitten – Linolschnitte vom Expressionismus bis heute. Ein Festival aus Form und Farbe! Klassische Moderne und Gegenwartskunst. Faszinierende Meisterwerke einer völlig unterschätzten graphischen Technik. "Das kann kein Linolschnitt sein!" möchte man ständig sagen. Zu sehen sind u.a. Werke von Gabriele Münter, August Macke, Pablo Picasso, Henri Matisse, Joan Miro, Georg Baselitz, Jörg Immendorff und Markus Lüpertz. Dazu die Sieger des Wettbewerbs für zeitgenössischen Linolschnitt der vergangenen 30 Jahre: Jung, international, bunt, frech und in riesigen Formaten. Die weltberühmte Sammlung der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen. Viele werden diese überraschende Ausstellung verpassen, weil sie glauben, Linolschnitte seien nur etwas für Schüler. Sonderausstellung im Kulturspeicher Führung 4,50 €, Eintritt 4,50 €. Meine letzte Führung in dieser Ausstellung! Die Nachfrage ist vorraussichtlich hoch, die Zahl der Teilnehmer aber begrenzt. Bitte kommen Sie frühzeitig und fragen beim Kauf der Eintrittskarte nach dem Reservierungsticket für die Führung. Das Museum öffnet um 11.00 Uhr. 

Sonntag 17.9.17 14.30 Uhr: Julius Echter - Der umstrittene Fürstbischof - Eine Ausstellung nach 400 Jahren. Sonderausstellung im Museum am Dom. Wer war Julius Echter? Der ruhmreiche Fürst des rechten Glaubens, wie ihn die Katholiken gesehen haben? Der rücksichtslose Protestantenfresser und Hexenbrenner, wie es in der protestantischen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts hieß? Oder der idealtypische Landesvater, als der er sich selbst inszenierte? Diese historisch-kritische Ausstellung präsentiert ohne katholische Brille die Ergebnisse der aktuellen Echter-Forschung, mit deren Hilfe der Besucher die Urteile über Echter prüfen kann. Museum am Dom. Führung 2 €, Eintritt 4€. Letzte Gelegenheit! Die Ausstellung endet an diesem Tag. Die Nachfrage ist vorraussichtlich hoch, die Zahl der Teilnehmer aber begrenzt. Bitte kommen Sie frühzeitig. 

Sonntag 22.10.17 11.15 Uhr: Käthe Kollwitz: Aufstand! Renaissance, Reformation, Revolte - Der "Zyklus Bauernkrieg", ein frühes Meisterwerk. Im Jahre 1908 gelang Kollwitz mit dem grafischen Zyklus "Bauernkrieg" der künstlerische Durchbruch. In einer spannenden Bilderzählung präsentiert die Ausstellung den Entstehungsprozess des Zyklus. Zahlreiche Zeichnungen und Grafiken lassen den Besucher nachvollziehen, wie die Künstlerin sich von erzählerischen Konventionen löste und zu einer modernen Bildsprache fand. Eine Ausstellung des Käthe Kollwitz Museum Köln zu Gast im Kulturspeicher. Führung 4,50 €, Eintritt 5,50. Maximal 25 Teilnehmer! Kommen Sie bitte rechtzeitig und fragen an der Kasse nach dem Reservierungsticket für die Führung.

Sonntag 22.10.17 15.00 Uhr: Würzburger Geheimnisse. Was sie schon immer über Würzburg wissen wollten, aber nie jemanden fragen konnten! Wie kam die Stadt zu ihrem Namen? Warum ist die große Marienkirche am Markt eine "Kapelle"? Wie kam das Neumünster zu seiner auffälligen Fassade? Wer steckte wirklich hinter dem Mord am heiligen Kilian? Und was steckt hinter der spektakulären  Würzburger Empfängnis? All das und noch vieles mehr wird in dieser Stadtführung beantwortet. Ja, Sie erfahren sogar, wie politische Hintergründe die Gestaltung der Brunnenfiguren am Sternplatz beeinflusst haben. In der Reihe "Stadtverführungen" des Gästeführervereins. Treffpunkt: Vierröhrenbrunnen am Grafeneckart (Rathaus). Gebühr 5 Euro.

Sonntag 19.11.17 15.00 Uhr: Tilman Riemenschneider im Museum am Dom. Leben, Werk und Motive des weltberühmten Würzburger Bildhauers auf der Zeitenwende vom Mittelalter zur Neuzeit. Sein sozialer Aufstieg, die Reformation und sein Schicksal im Bauernkrieg. Zu sehen sind u.a. der Pilgerheilige Jacobus von der Würzburger Marienkapelle oder die neu entdeckte und bisher unbekannte Grablegung aus der Hand des Meisters und seiner Werkstatt. Im Museum am Dom. Eintritt 4 €, Führung 2 €.

 

 

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