Wissenschaftliche Arbeit über die Fassade der Neumünster-Kirche in Würzburg
Verfasser: Rudi Held
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Inhaltsverzeichnis |
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Einleitung |
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1.
Baugeschichte |
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1.1. Bauaufgabe |
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1.2. Bauausführung |
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2.
Baubeschreibung |
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2.1. Städtebauliche Situation |
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2.2. Fassadenaufbau |
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2.3. Gesamtwirkung der Fassade |
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3.
Italienische Vorraussetzungen |
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4.
Böhmische und Fränkische Vergleichsobjekte
der Gebrüder Dientzenhofer |
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5.
Die Frage der Urheberschaft |
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6.
Schlußwort |
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7.
Literaturverzeichnis |
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Einleitung Die
Fassade der ehemaligen Stiftskirche Neumünster in Würzburg gilt als
herausragendes Beispiel süddeutschen Barocks und ist mindestens in Franken ohne
Parallele.[1]
Besucher der Stadt halten diese
Fassade regelmäßig für die Fassade des Doms. Denn sie sei besonders „prächtig“,
„festlich“, „anmutig“, „spannungsreich“ und „dramatisch“. Womit
deutlich wird, dass die Elemente barocker Baukunst bis heute nichts von ihrer
Ausdruckskraft verloren haben. Ziel dieser Arbeit ist es, diese Elemente an der
Fassade zu beschreiben und ihre Herkunft aus der italienischen und insbesondere
römischen Architektur zu zeigen.
1. Baugeschichte 1.1.
Vorgeschichte 1.2. Bauaufgabe Johann Philipp von Schönborns Nachfolger entwickeln
gegen Ende des Jahrhunderts den Wunsch, die fürstliche Hofhaltung vom
Marienberg in die Stadt zu verlegen[4]
und Würzburg in eine moderne und repräsentative Residenzstadt zu verwandeln.[5]
In diesem Zusammenhang plant Johann Gottfried von Guttenberg (1684-1698) schon
im Jahr 1698 zusammen mit dem Stiftskapitel einen Neubau am Neumünster.
[6]
Sein Nachfolger Johann Philipp von Greiffenclau-Vollraths (1699-1719) greift
diese Planungen schon 1702 wieder auf.[7]
Die städtebauliche Situation am Kürschnerhof muss für ihn, einen gebildeten
und modern gesinnten Fürsten des Absolutismus, sehr unbefriedigend gewesen
sein: [8]
Zwischen kleinteiligen und
uneinheitlichen Giebel- oder Fachwerkhäusern stand der Westchor eines zu dieser
Zeit völlig veralteten Kirchenbaus.[9]
Der Straßenzug selbst war seit ca. 1500 durch einen Querriegel südlich
der Kirche hofartig abgeschlossen.[10]
Das Potential einen Platz zu bilden, war vorhanden, wurde aber mit dem ausdruckslosen
Kirchenchor und der schmalbrüstigen Häuserzeile gegenüber (ehemalige Kürschnerwerkstätten)
nicht genutzt.[11]
Zwischen Dom und Marktplatz fand sich kein Hinweis, dass in dieser Stadt die
ordnende und großzügige Hand eines modernen Fürsten regierte. Ab 1702 stand
Johann Philipp von Greiffenclau deswegen immer wieder mit dem Stiftskapitel in
Kontakt. Die finanziellen Belastungen durch die Unterstützung der Habsburger im
Spanischen Erbfolgekrieg verzögerten den Baubeginn jedoch bis 1711.[12]
In der Zeit der Planung zog der Fürstbischof mehrere Baumeister zu Rate (siehe
Kapitel 5), ließ sie Risse zeichnen und entwickelte mit ihnen ein
architektonisches Gesamtkonzept für den Kürschnerhof, für die Stiftsgebäude
nördlich der Kirche, die bischöflichen Kanzleigebäude südlich der Kirche und
den daran anschließenden Querriegel zur Domstraße.[13]
Neben den städtebaulichen Vorzügen des Neubaus hatte das Projekt aber auch
eine kultische und daran anschließend eine politische Bedeutung:
Der Westchor des Neumünsters stand schließlich über dem Grab des
Frankenapostels Kilian. Die vom Stiftskapitel finanzierte Kuppel sollte den
heiligen Ort für die aus der Ferne heran ziehenden Pilger markieren und
gleichzeitig an die Kuppel über dem Grab des Heiligen Petrus in Rom erinnern.
Die Fassade sollte dagegen die Aufmerksamkeit des Passanten aus der Nähe
gewinnen. Greiffenclau übernahm deren Kosten. Die Gründe für diese Großzügigkeit
sind leicht zu erkennen: Jeder Würzburger Bischof sah sich in der Nachfolge des
legendären irischen Wanderbischofs Kilian, und so wie der Heilige Kilian im
siebten Jahrhundert geistiger Führer der Franken war, so wollte der Fürstbischof
umfassende Leitfigur der Gegenwart sein. Der Kult um den Heiligen sollte die
Identifikation der Landeskinder mit dem bischöflichen Kleinstaat fördern und
die Selbstständigkeit des Fürstbistums gegen alle Tendenzen zur Säkularisation
verteidigen helfen.[14]
Und nicht zuletzt gab die Stiftung der Fassade dem Fürstbischof von
Greiffenclau die Gelegenheit, seine Person in einer Monumentalinschrift[15]
zu verewigen. Damit folgte er nicht nur dem Beispiel vieler selbstbewusster Mäzenaten
seit der florentinischen Renaissance, [16]
er gewann damit auch eine weitere Parallele zum Petersdom in Rom,[17]
zur vielleicht frechsten Monumentalinschrift an einer christlichen Kirche, zum
1612 an Madernos Fassade des Petersdoms angebrachten Namenszug Papst Pauls V.
aus dem mächtigen Haus Borghese. 1.2.
Bauausführung Nach
dem Abbruch des alten Westchors legte man am 18. Juni 1711 den Grundstein zur
Kuppel. Am 23. Mai 1712 folgte der Grundstein zur Fassade. In den Urkunden
werden als Bau- und Werkmeister Valentin Pezzani, als Zimmer- und Werkmeister
Joseph Greising und als Steinhauermeister die Gebrüder Marckhardt genannt.[18]
Der Kuppelbau wurde 1714 abgeschlossen, die Fassade nach der Inschrift 1716, die
Treppe vor der Fassade 1719.[19]
Zur Planungsphase und zur Frage der verantwortlichen Architekten siehe Kapitel
5. Nach
den Bombenangriffen im zweiten Weltkrieg wurden schon 1946/47 Kuppel und Fassade
instand gesetzt. Architekt war Eugen Altenhöfer, die Bauausführung übernahm
die Firma Michael Altenhöfer. 1983 bekam die Fassade im Rahmen einer gründlichen
Restaurierung ihre heutige Farbfassung. Man bezog sich dabei auf
Befunduntersuchungen und historische Berichte.[20] 2.
Baubeschreibung 2.1.
Städtebauliche Situation Die
Fassade wurde als Tafelfassade einer kultisch bedeutenden Kirche im Zentrum der
Stadt Würzburg projektiert. Wegen der Höhe der umliegenden Gebäude ist sie -
jedenfalls heute - aus der Ferne kaum zu sehen. Sie ist lückenlos in die Flucht der angrenzenden Häuser
integriert und wirkt in ihrer Bewegtheit auf die vor ihr liegende Straßenflucht,
die zur Bauzeit einen dreiseitig abgeschlossenen schmalen Hof bildete. Siehe
auch Kapitel 1.1. Auf
einem Sockelgeschoß aus grauem Muschelkalk erhebt sich eine zweigeschossige
turmlose Fassade aus rotem Sandstein. In der Gliederung der Fassade greifen zwei
Systeme ineinander: zum einen ordnen Säulen und Pilaster die Front in eine
breite Mittelachse und zwei schmalere Seitenachsen, zum anderen beleben und
steigern weiß herausgehobene bildhauerische Elemente (Jacob van der Auwera) diese von den Stützen vorgegebene
Struktur. Im
Obergeschoß ist nur die Mittelachse voll ausgebildet, die Seitenachsen
konvergieren als spangenförmige Wandstücke zur Mitte. Der Umriss des
Obergeschosses ähnelt daher einem gleichschenkligen Dreieck. Der Gesamtumriss könnte
in ein hohes Rechteck eingestellt werden. Alle Achsen bilden eine eigene Konkavität aus,
die mittlere Achse durch Kurvierung, die seitlichen durch polygonale Brechung
der Wände. Vor dem Sockelgeschoß wird die Bewegung der Fassade durch eine
geschwungene Freitreppe wiederholt und akzentuiert. Die
Mittelachse ist sowohl im Erd- wie im Obergeschoss durch vier vor die Wand
gestellte Halb- bzw. Dreiviertelsäulen in eine Mitteltravee und zwei schmalere
Seitentraveen gegliedert. Die Wahl der Säulenordnungen entspricht der Bedeutung
des Hauses: im Erdgeschoß kommt eine korinthische, in den superpositionierten Säulen
des Obergeschosses eine komposite Ordnung zur Anwendung. In der Mitteltravee des
Erdgeschosses liegt, in seiner Achse zum Hochaltar führend, das Portal. Die
Mitteltravée des Obergeschosses ist durch eine Aedicula mit Figurennische gefüllt.
Darin verweist Christus Salvator wiederum auf die Eucharistie in der Mitte des
Hochaltars. Die Seitentravéen des Mittelachsen-Erdgeschosses sind ebenfalls
durch Aediculae und Figurennischen gefüllt. Links sehen wir Johannes den
Evangelisten, den Patron des Stiftes und Patron des Ostchors, rechts Johannes
den Täufer, einen Heiligen von gleichem Rang, der keinen Bezug zur Würzburger
Tradition besitzt und deshalb wohl als Namenspatron des Stifters zur Aufstellung
kam. In den Giebelfeldern wird die „Skulpturendichte“ der Mittelachse weiter
gesteigert. Das Relief zur Verherrlichung Mariens im unteren Giebelfeld bezieht
seine Inspiration aus der geheimen Offenbarung und der Lauretanischen Litanei.
Die schiere Größe des Reliefs scheint mir ungewöhnlich und lässt sich nach
meiner Auffassung nicht zwingend aus der Gesamtkomposition ableiten. Womöglich
erklärt sie sich durch das schlechte Gewissen des Bauherrn. Schließlich hatte
er einen der Jungfrau geweihten Chor für „seine“ Fassade abreißen lassen.
Damit aber genug der Buße, das obere Giebelfeld zeigt wieder ein aufwendig
gestaltetes Wappen des Stifters. Da
der konkave Schwung der Mittelachse vom unteren zum oberen Geschoss in die Höhe
führt, die Seitenachsen dagegen im Obergeschoss zur Mitte hin konvergieren, sind Mitte und Vertikalität der Fassade
nicht nur skulptural herausgehoben sondern auch architektonisch sehr kraftvoll
entwickelt. Ein horizontales Gegengewicht bilden die im Vergleich zu den
Geschosshöhen recht hohen Gebälke mit Monumentalinschriften im Fries und eine
zwischen den Geschossen vermittelnde Attikazone mit aufgesetzter Balustrade. Ein
weiterer Zweck dieser Attika scheint es zu sein, den mächtigen Segmentgiebel über
dem Erdgeschoss aufzunehmen. Auch das Obergeschoß wird mit einem Giebel (hier
dreieckig) abgeschlossen. Beide Giebel folgen mit ihren vielstufigen
Kranzgesimsen der Konkavität der Mittelachse und akzentuieren so ein weiteres
Mal die Fassadenmitte, die Vertikalität der Fassade und ihr Bewegungsmoment. Die Seitenachsen sind im unteren Geschoß durch Pilaster
gegliedert und zeigen an ihrer äußeren Begrenzung prominente, von Pilastern
hinterlegte und übers Eck gestellte Dreiviertelsäulen. Diese Betonung der
Aussenkanten der Fassade wird durch die ausladende Verkröpfung der von den Stützenbündeln
getragenen Kranzgesimse noch verstärkt. Tatsächlich sind nur die Seitentraveen der Mittelachse
wirklich kurviert. Die Mitteltravee der Mittelachse mit dem Portal unten und der
Salvatornische oben ist als flache Wand ausgebildet und liegt ebenso in der
Nullebene wie die Mitteltraveen der Seitenachsen mit ihren von Aediculae
gerahmten Fenstern. Die Attika ist exakt über dem Grundriss des unter ihr
liegenden Erdgeschosses positioniert und hält die Nullebene ein. Das Obergeschoß
jedoch tritt einige Dezimeter hinter die Nullebene zurück und schafft damit
Raum für die Präsentation der Skulpturen der Bistumspatrone. Totnan und
Kolonat stehen außen auf der Attika, Kilian und Burkhard ihrem Rang als Bischöfe
entsprechend innen und etwas höher auf der Balustrade. 2.3.
Gesamtwirkung der Fassade In
der Frontalansicht imponiert die Vertikalität des Aufbaus. Licht und Schatten
geben der Fassade zusätzlich eine malerische Wirkung. Die Mitte scheint durch
ihre Konkavität, ihre die Kanten betonenden Säulen, ihre Giebel und nicht
zuletzt durch ihre skulpturale Ausstattung wie ein Risalit hervor zu treten und
eine eigene Raumschale vor der Mauerschale zu bilden.[22]
In dieser Schale birgt sie die erzählerischen Hauptmomente der Fassade: den
Zugang zum Grab des Frankenapostels Kilian im Sockel, die auf den Opfertod
Christi verweisenden Elemente (Portal und Salvatornische) und die Verherrlichung
der Jungfrau Maria als Patronin aller Franken. Namen und Wappen des Stifters
zeigen den Fürstbischof als irdischen Garanten aller dieser schützenden Kräfte.
In der Seitenansicht kommt die Bewegung der Fassade am stärksten
zum Ausdruck. Im Zusammenhang mit der geschwungenen Freitreppe entsteht eine
geradezu dynamische Wirkung. Damit tritt die Fassade aus der Häuserflucht
deutlich hervor. Ihre Konkavitäten erzeugen vor sich einen imaginären Raum,
der dem Kürschnerhof den Charakter eines Platzes verleiht. Vor dem hinter die
Nullebene zurück tretenden Obergeschoß stehen die Heiligen auf der Attika wie
auf Triumphsäulen frei im Raum. Die Fassade präsentiert sich als Heiligenbühne,
als Theatrum Sacrum. [23] 3.
Italienische Vorraussetzungen Leon Battista Alberti bekommt um 1457/58 den Auftrag, an S. Maria
Novella in Florenz (Fertigstellung 1470) die schon begonnene Fassade zu
vollenden. Er entwickelt das Bestehende in seinem Sinne weiter und schafft dabei
einen Fassadentypus, der trotz - oder vielleicht
wegen[24]
der zahlreichen Vorgaben eine vorbildhafte Wirkung auf die römische Architektur
der kommenden Generationen entfalten sollte.[25]
In einer weiter entwickelten Form liegt dieser Typus schließlich auch der Neumünsterfassade
zu Grunde. Alberti rahmt das Hauptportal mit Dreiviertelsäulen. An den
Aussenkanten fassen Pilaster mit eingestellten Halbsäulen das untere Geschoss unter
einem Gebälk zusammen. Darüber bildet eine Attikazone ein horizontales Moment.
Das Hauptschiff wird durch ein im Vergleich zum Untergeschoss deutlich
schmaleres, von Pilastern gegliedertes Obergeschoß verblendet. Es trägt zur
Bekrönung einen schweren Dreiecksgiebel. Ganz neu ist Albertis Gedanke, mit
spangenförmigen Wandabschnitten nicht nur die Pultdächer der Seitenschiffe zu
verblenden sondern auch die unterschiedlich breiten Geschosse zu verbinden.[26]
Insgesamt entsteht durch Albertis Rückgriff auf antike Gestaltungselemente eine
der ersten Kirchenfassaden der Renaissance. Giacomo
della Portas Fassade von Il Gesu in Rom (fertig gestellt 1577) greift diesen
Fassadentypus wieder auf, lässt aber die für die Renaissance typische Flächigkeit
hinter sich.[27]
Die mittleren Traveen treten in Stufungen nach vorne, steigern so die Mitte und
setzen die Fassade in Bewegung.[28]
Durch schmalere Seitenachsen und die Superposition der Doppelpilaster betont
della Porta darüber hinaus die Vertikalität der Fassade und weist insgesamt
vom Cinquecento ins Seicento voraus. Diese
Tendenz findet schließlich an Carlo Madernos Fassade von S. Sussanna in Rom
(vollendet 1603) ihre für den Barock stilbildende Form.[29]
Maderno lässt die mittleren Travéen noch stärker hervortreten und betont
Vertikalität und Mitte zusätzlich durch ein weit über das Hauptschiff
aufsteigendes Obergeschoß, durch schmalste Seitenachsen und einen
hochrechteckigen Aufriss. Im Vergleich zu Il Gesu ist der plastische Schmuck
deutlich vermehrt. Auch die Zahl der Säulen hat zugenommen. Die Fassade
entwickelt insgesamt ein bewegtes Relief und erlaubt Licht und Schatten ein
malerisches Spiel.[30] Zur Fassade des Neumünsters
fehlt, vereinfacht ausgedrückt, nur noch die Kurvierung. Aus den Werken
Francesco Borrominis wird sie schließlich in die Entwicklung unseres
Fassadentypus übernommen.[31]
Mit S. Agnese an der Piazza Navona in Rom (vollendet 1666) zeigt Borromini nicht
nur, wie man durch eine konkave Einschwingung der Mittelachse eine Fassade gegenüber
den Nachbargebäuden betont, er zeigt auch, wie man auf diese Weise einen imaginären
Raum vor der Fassade schaffen kann.[32]
An San Carlo alle Quattro Fontane (Rom,
vollendet 1667) steigert er die Bewegung dann zu einer die gesamte Fassade
einnehmenden Welle und entwickelt die Kurvierung zum bestimmenden
Gestaltungselement. [33] In
der Folge übernehmen jüngere Architekten die Ideen Borrominis in ihre Entwürfe,
so zum Beispiel der Bernini-Schüler Carlo Fontana. Dieser ist für die
Barockarchitektur nördlich der Alpen insofern von Bedeutung als er über
didaktisches Geschick verfügte und einige der bedeutendsten Architekten des 18.
Jahrhunderts, darunter Johann Bernhard Fischer von Erlach,
Johann Lucas von Hildebrandt und Matthäus Daniel
Pöppelmann bei ihm in Einen
großen Einfluss auf kurvierte Architekturen des mitteleuropäischen Barocks
gewinnt jedenfalls das Werk Guarino Guarinis.[36]
Beeindruckt von den Kurvierungen Borrominis entwickelt der Theatiner Guarini
eine auf fundierten mathematischen Kenntnissen beruhende bewegte Formensprache.
Mit vielgestaltigen geometrischen Modulen entwirft er Baukörper wie die Cappella
della SS. Sindone in Turin (Entwurf 1668), die in ihrer Komplexität selbst
heute kaum zu übertreffen sind. Durch Stiche werden seine Bauideen schon vor
Veröffentlichung seiner Schrift „Architettura civile“ in Europa bekannt.[37]
Stefan Kummer weist darauf hin, dass Guarinis nicht verwirklichter
Fassadenentwurf für die Turiner Kirche S. Filippo Neri mit ihrer Darstellung
polygonal gebrochener Seitenachsen für die Fassade des Neumünsters Vorbild
gewesen sein könnte.[38]
Ganz sicher war Guarinis im Jahr 1679 gezeichneter Entwurf für die
Theatinerkirche der Maria von Ötting in Prag von Bedeutung. Dieses Projekt
wurde zwar ebenfalls nicht verwirklicht, machte Guarinis kurvierte Fassaden aber
in Böhmen bekannt und inspirierte nicht zuletzt Christoph Dientzenhofer.[39]
Von den Konsequenzen berichtet das folgende Kapitel. 4.
Böhmische und Fränkische Vergleichsobjekte der Gebrüder Dientzenhofer Die
1702 von Christoph Dientzenhofer errichtete Klosterkirche in Oboriste zeigt eine
zweigeschossige blockhafte Fassade und ist insofern nicht mit dem Neumünster
verwandt. Allerdings schwingt die Mittelachse konkav zurück. An der 1709-1711
errichteten Kirche St. Niklas auf der Prager Kleinseite entwickelt Christoph
Dientzenhofer eine den Entwürfen Guarinis sehr nahe stehende Fassade, deren sämtliche
Achsen konkav zurückschwingen und ein bewegtes Relief ausbilden. Im Aufriss
besteht aber auch hier keine direkte Verwandtschaft zum Neumünster. Christophs
Bruder, der bambergische Stiftsbaumeister Leonhard Dientzenhofer, vollendet 1700
die Klosterkirche St. Michael in Bamberg. Sie zeigt an der Fassade zwar keine
Kurvierungen, ist aber im Aufriss mit der Neumünsterfassade insofern verwandt,
als hier, abgesehen von den Doppeltürmen, der in Kapitel 3 beschriebene römische
Fassadentypus verwirklicht ist, ein Segmentgiebel die Mitte des Erdgeschosses krönt,
vier Säulen die Mittelachse gliedern und die Mitteltravee zurücktritt. Als
Polier ist an diesem Bau auch der jüngere Bruder Johann Dientzenhofer
beteiligt.[40]
Dessen Fähigkeiten werden von Fürstbischof Lothar Franz von Schönborn so hoch
geschätzt, dass er ihn 1699 auf eine mehrmonatige Studienreise nach Italien
schickt. Danach empfiehlt er ihn als Stiftsbaumeister nach Fulda.[41]
Dort errichtet Johann Dientzenhofer 1704-1712
in enger Anlehnung an St. Michael in Bamberg die Fuldaer Hochstiftskirche, den
späteren Dom. Nach dem Tode seines Bruders Leonhard wird Johann Dientzenhofer
Stiftsbaumeister in Bamberg. Für den Fürstbischof Lothar Franz errichtet er
unter anderem die Schlösser Weißenstein bei Pommersfelden und Reichmannsdorf
bei Bamberg. Daneben vollendet er die von seinem Bruder Leonhard begonnene
Klosterkirche in Banz. Auch hier entsteht eine Doppelturmfassade wie an St.
Michael und am Fuldaer Dom. Allerdings ist der Fassadenaufriss ruhiger, und die
Mittelachse tritt zwischen den Türmen konvex hervor.
5.
Die Frage der Urheberschaft Nach
den Kapitelsprotokollen des Stifts Neumünster wurden in der Planungsphase bis
1711 mehrere „bauverständige Persohnen“ zu Rate gezogen,[42]
darunter der in Würzburg in der Zeit zwischen Petrini und Neumann führende
Baumeister Joseph Greising. Genannt wird auch ein „Baumeister zue Ansbach“,
den Christian Antz als Gabriel de Gabrieli identifiziert.
[43]
Ein wesentlicher Einfluss auf die Fassade wird diesem allgemein nicht
zugeschrieben. Schließlich ein „Baumeister von Bamberg“. Dieser wird übereinstimmend
als Johann Dientzenhofer identifiziert.[44]
Da der in den Urkunden zur Grundsteinlegung genannte Valentin Pezzani nach
Meinung fast aller Autoren nur an der Bauausführung beteiligt war, konzentriert
sich die Frage nach der Urheberschaft in der Literatur auf Greising und
Dientzenhofer. Leider sind die in der Sammlung Eckert, im Martin von Wagner
Museum und in der Staatsbibliothek Bamberg erhaltenen Entwurfszeichnungen nicht
signiert. Nur eine trägt ein Datum, das Jahr 1710. Ihre Chronologie und ihre
Zuordnung zu den entwerfenden Architekten sind entsprechend unsicher.[45]
Hanswernfried Muth vermutet,
dass Dientzenhofer im Verlauf der Planung den Entwurf Greisings überarbeitet und mit italienischen,
speziell römischen Elementen bereichert hat.[46]
Jürgen Emminger akzentuiert diese Position, setzt Greisings Anteil niedrig an
und begründet die Urheberschaft Dientzenhofers mit einem Stilvergleich der von
ihm und seiner Familie in Franken und Böhmen errichteten Fassaden.[47]
Stefan Kummer geht insofern den umgekehrten Weg, als er im Vergleich mit den
gesicherten Werken Greisings, insbesondere St. Peter und Paul in Würzburg
(1717-1720), dessen Urheberschaft für die Fassade ausschließt, ihm als Bauausführenden
aber eine Art Schlussredaktion zubilligt, die er an für Greising typischen
Details, wie den ausladenden Gebälkkröpfen über den Flankensäulen erkennt.[48]
Christian Antz erweitert den Kreis der für Entwürfe in Frage
kommenden Personen auf dilettierende Adlige und unbekannte deutsche oder
italienische Architekten.[49] Barbara Nitschke stellt fest, weder Dientzenhofer noch
Greising hätten vorher oder nachher etwas Ähnliches gebaut.[50]
Ich halte es für wahrscheinlich, dass die entscheidenden Anregungen tatsächlich
von einer dritten Person vorgebracht wurden. Zum Beispiel vom Fürstbischof
selbst. Es ist zwar nicht bekannt, ob Johann Philipp von Greiffenclau auf einer
der damals üblichen Kavalierstouren nach Italien oder gar nach Rom gekommen
war.[51]
Doch hatte er sicherlich Zugang zu Stichsammlungen und war in allgemeiner Weise
über die zeitgenössische Architektur informiert. Es wäre möglich, dass ihm
weder die „vorarlbergischen“ Entwürfe Greisings noch die „fränkisch-böhmischen“
Dientzenhofers entsprochen haben, dass er bei seinem auch in politischer
Hinsicht wichtigen Projekt[52]
eine Fassade sehen wollte, die weit über das in der Region übliche hinausging
und einen deutlichen Bezug zu Rom aufwies. So hat er seinen Architekten womöglich
Zeichnungen italienischer Kirchenfassaden vorgelegt und sie angewiesen doch
bitte „solch Römisches“ zu bauen. 6.
Schlusswort Viel
spektakulärer als die Frage nach der Urheberschaft ist die Tatsache, dass mit
der Fassade des Neumünsters in Würzburg eine harmonische Zusammenfassung von
zweihundert Jahren italienischer Architekturgeschichte gelungen ist. Noch immer
erkennt man die Struktur der „idealen Notlösung“ von Leon
Battista Alberti von S. Maria Novella in Florenz. Sie wird jedoch bereichert
durch Steigerung der Mitte, voluminöse Säulen, lebendige Bewegung, plastischen
Schmuck, betonte Vertikalität, malerischen Charakter, kurz gesagt durch die
Elemente barocker Baukunst. Der Bauherr erhielt einen Neubau, der alle ästhetischen,
politischen und kultischen Anforderungen erfüllt haben dürfte. Würzburg erhält
sich bis heute ein Bauwerk, das die Erinnerung an Rom wach halten wird. Die Führung durch die Neumünsterkirche in der Rubrik Stadtführungen
[1] Keller 1971, S.195; Muth 1994, S.8 u. 29; Emminger 1987, S. 1; Antz 1997, S. 9 [2] Kummer 2004, S. 616-617 [3] Muth 1993, S. 8-10 [4] Kummer 2004, S. 632-633 [5] Kummer 2004, S. 628; Antz 1997, S.24 [6] Emminger 1987, S. 8 [7] Antz 1997, S. 70 [8] Antz 1997, S. 31-49 [9]
die Situation des Ensembles um 1717 mit den alten Stiftsgebäuden nördlich
der Kirche, dem neuen Westteil der Kirche und dem 1704 nach Plänen von
Antonio Petrini fertig gestellten bischöflichen Kanzleigebäude südlich
zeigt ein Neumünsterscher Stiftskalender von 1717 aus der Sammlung Brod in
Würzburg, Kupferstich von Johann Salver nach einer Zeichnung von Wolfgang
Högler,
abgebildet bei Antz 1997, S. 294 und 349. [10]
Antz 1997, S. 68 [11]
die Grundrisse der städtebaulichen Situation nach dem Neubau von Fassade
und Westteil der Kirche zeigt der Stadtplan von Kilian Bauer von 1726,
abgebildet in Feurer/Maidt 1988. Eine großzügige Vorstellung vom möglichen
Platzcharakter des Kürschnerhofs nach dem Neubau gibt eine 1723/24 von
Salomon Kleiner gezeichnete und 1740 von Johann August Corvinus in Kupfer
gestochene Ansicht, abgebildet in Kleiner 1978. Die dort gegebene
Perspektive konnte man zu dieser Zeit nicht einnehmen, die gegenüberliegenden
Gebäude machten den gegebenen Standort des Betrachters unmöglich. Der
Zeichner zeigt eine Zukunftsvision, die sich offenbar an Balthasar Neumanns
städtebaulichen Absichten orientiert. Neumann wollte zu dieser Zeit nicht
nur einen Durchbruch zum Schmalzmarkt sondern sogar einen Abriss bzw.
Teilabriss der gegenüber der Fassade gelegenen Gebäude erreichen und so
den Kürschnerhof vergrößern (siehe Antz 1997, S.69). Konsequenterweise
zeigt Kleiner in seiner Zeichnung nördlich der Neumünsterfassade das nie
verwirklichte Projekt Balthasar Neumanns für die Neumünstersche
Stiftskellerei. Erst in der zweiten Hälfte des 18. Jhdts. wurde die
Kellerei neu gebaut, allerdings in einer Gestaltung, die sich der Symmetrie
halber an Petrinis Kanzleigebäude südlich der Kirche orientierte (siehe
Antz 1997, S.69). [12]
Antz 1997, S. 70 [13]
Emminger 1987, S. 9-10 [14] Antz 1997, S. 21-22 [15] Im Wortlaut: S.S.M.M. (= Sanctis Martyribus) CHILIANO ET SOCIIS PATRIAE PATRONIS ANNO MDCCXVI POSUIT IOANNES PHILLIPUS EPISCOPUS HERBIPOLENSIS F.O.D. (= Franciae orientalis Dux) [16] als frühes Beispiel: die Inschrift für Giovanni Rucellai an S. Maria Novella in Florenz. Siehe auch Pevsner 1978, S. 191-193 [17] Kummer 2004, S. 630 [18] Mader 1915, S. 286-290 [19] Antz 1997, S. 65 [20] Muth 1994, S. 8 [21]Meist
werden der Aufbau einer Fassade und ihr Skulpturenschmuck getrennt
beschrieben. Ich halte es jedoch aus allgemeinen kulturhistorischen Gründen
für wahrscheinlich, dass die Zeitgenossen des Neubaus architektonische und
erzählerische Momente als Einheit wahrgenommen haben. Gerade an der
vorliegenden Fassade erfüllen die Skulpturen meiner Meinung nach nicht nur
eine dekorative und kultische sondern auch eine gliedernde Funktion. Ihre
gestalterische Kraft erhalten die Skulpturen, das Portal, die Giebelfelder
und Fenster durch ihre 1983 wieder angebrachte historische Fassung in Weiß.
Ich werde daher den Versuch unternehmen, die in höchster Qualität ausgeführten
Figuren von Jacob van der Auwera im Zusammenhang mit dem Fassadenaufbau zu
beschreiben. [22] eine ähnliche Einschätzung findet sich bei Emminger 1987, S. 12-18 [23] Antz 1997, S. 163-166; Kummer 2004, S. 632 [24] die Aufgabe, eine neue Fassade für eine bestehende Basilika zu entwerfen, stellte sich in der Folge vielen Architekten und bestand letztlich auch am Neumünster. [25] Bialostocki 1972, S. 397 [26] Bialostocki 1972, S. 397 [27] Pevsner 1978, S. 241 [28] Kauffmann 1970, S. 360 [29] Emminger 1987, S. 36 [30] Hubala 1970, S. 221 [31] Pevsner 1978, S. 256-258 [32] siehe Kapitel 2.3. [33] Pevsner 1978, S. 257 [34] Pevsner/Honour/Fleming 1992, S. 201 [35] Kummer 2004, S. 631; Emminger 1987, S. 44-46; Antz 1997, S.98-99 [36] Pevsner 1978, S. 272 [37] Pevsner/Honour/Fleming 1992, S. 259 [38] Kummer 2004, S. 631 [39] Kummer 2004, S. 631 [40] Vilimkova/Bruckner 1989, S. 45 [41] Vilimkova/Bruckner 1989, S. 46 [42] Antz 1997, S. 71 [43] Siehe Antz 1997, S. 71 [44] Antz 1997, S. 71; Emminger 1987, S.67 [45] Antz 1997, S. 72; Emminger 1987, S. 19-30; Nitschke 1968, S. 220-224 [46] Muth 1994, S. 10 [47] Emminger 1987, S. 56-76. Siehe auch Kapitel 4 dieser Arbeit. [48] Kummer 2004, S. 630-632 [49] Antz 1997, S. 76-106 [50] Nitschke 1968, S. 224 [51] Nitschke 1968, S. 225 [52] siehe Kapitel 1.1.
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7.
Literaturverzeichnis
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Antz 1997 |
Christian
Antz:
Sacrum Theatrum Romanum, das Würzburger Neumünster und die
katholische Baukunst in Deutschland zwischen 1680 und 1720, Weimar
1997. |
|
|
|
|
Bialostocki 1972 |
Jan
Bialostocki: Spätmittelalter
und beginnende Neuzeit, Propyläen Kunstgeschichte Band 7, Berlin
1972. |
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Emminger 1987 |
Jürgen
Emminger:
Die Neumünsterfassade in Würzburg, München 1978. |
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Feurer / Maidt 1988 |
Kilian Bauer:
Stadtplan von 1726, in: Rudolf Feurer / Petra Maidt (Bearb.):
Gesamtansichten und Pläne der Stadt Würzburg, Kataloge des Mainfränkischen
Museums, Band 3, Graphische Sammlung, Würzburg 1988, S. 132 und
Faltbeilage. |
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Hubala 1970 |
Erich
Hubala: Die
Kunst des 17. Jahrhunderts, Propyläen Kunstgeschichte Band 9, Berlin
1970. |
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Kauffmann 1970 |
Georg Kauffmann: Die
Kunst des 16. Jahrhunderts, Propyläen Kunstgeschichte Band 8, Berlin
1970. |
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Keller 1971 |
Harald Keller: Die
Kunst des 18. Jahrhunderts, Propyläen Kunstgeschichte Band 10, Berlin
1970. |
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Kleiner 1978 |
Salomon Kleiner: Würzburg
zur Zeit Balthasar Neumanns, 12 Reproduktionen nach Originalstichen
des Mainfränkischen Museums, hgg. V. Max H. von Freeden, Würzburg
1978. |
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Kummer 2004 |
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Mader 1915 |
Felix Mader (Bearb.):
Stadt Würzburg, Die Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern, Band 12.
Unveränderter Nachdruck der Ausgabe von 1915, München 1981. |
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Muth 1993 |
Hanswernfried Muth:
St. Johannes Stift Haug Würzburg, Schnell Kunstführer 1315, 2.
Auflage, Regensburg 1993. |
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Muth 1994 |
Hanswernfried Muth:
Neumünster Würzburg, Schnell Kunstführer 247, 12. Auflage,
Regensburg 1994. |
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Nitschke 1968 |
Barbara Nitschke:
Die Neumünsterfassade in Würzburg, in: Nachtrag zur Schülerfestgabe
für Herbert Siebenhühner zum Sechzigsten Geburtstag, Würzburg 1968,
S. 216 - 229. |
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Pevsner 1978 |
Nikolaus
Pevsner:
Europäische Architektur, München 1978. |
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Pevsner/Honour/Fleming
1992 |
Nikolaus
Pevsner,
Hugh Honour, John Fleming: Lexikon der Weltarchitektur, München 1992. |
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Vilimkova/Bruckner
1989 |
Milada Vilimkova,
Johannes Brucker: Dientzenhofer, eine bayerische Baumeisterfamilie in
der Barockzeit, Rosenheim 1989. |
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