Südlicher Hofgarten mit Residenz

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Stadtführungen und Museumsführungen in Würzburg                                                                             zurück zur Startseite

 

Rückblick auf öffentliche Führungen 2013 (Auszug):

Sonntag 17.2.13 11.00 Uhr: Alte Meister in Würzburg - Höhepunkte der Gemäldegalerie des Martin von Wagner Museums. Eine Führung zu Kunstwerken, die im Louvre oder den Uffizien von Besuchern umlagert wären. Auswärtige Fachleute wundern sich immer wieder, dass sich solche Schätze in Würzburg befinden und im Martin von Wagner Museum in aller Ruhe genossen werden können. Zu sehen sind Alte Meister des 14. bis 18. Jahrhunderts aus Italien, den Niederlanden und Deutschland. Den Anfang macht ein ungewöhnlich gut erhaltener Marienaltar aus Florenz, der uns mit seinen leuchtenden Farben zeigt, welche Ergebnisse italienische Meister schon vor der Übernahme der Ölmaltechnik um das Jahr 1400 erzielen konnten. Doch auch in Franken gab es Könner, wie die Kilians-Martyrien aus der Zeit um 1500 zeigen. Auf einem dieser Gemälde findet sich nebenbei die früheste Darstellung der Festung Marienberg - ein unschätzbares Dokument für Historiker. Ähnliches gilt für die Innenansicht des Würzburger Doms aus dem Jahr 1627 von Hans Ulrich Büeler. Manche Werke werden wegen Ihrer Bedeutung für Sonderausstellungen in alle Welt ausgeliehen, wie z.B. das verblüffende Doppelbildnis im Spiegel von Bernardo Licinio oder die figurenreiche Landsknechtschlacht eines unbekannten Meisters, dazu Werke von Paolo Veronese und Luca Giordano und schließlich das drei mal vier Meter große Gemälde "Der Rat der Griechen vor Troja", mit dem Martin von Wagner von einem auf den anderen Tag berühmt wurde. Im Südflügel der Residenz. Vom Residenzplatz gehen Sie durch den Torbogen des Südflügels bis in den zweiten Innenhof. Der Aufgang zum Museum liegt rechter Hand. Führung 3 Euro, Eintritt frei. Eine Veranstaltung der Museumsinitiative am Martin von Wagner Museum

Sonntag 24.2.13 15.00 Uhr: Museum am Dom - ein Überblick über die Sammlung. Alte und neue Kunst im Dialog. Eine besondere Art, Kunst zu zeigen: Die Werke sind nicht nach Stil-Epochen geordnet sondern nach den Themen des menschlichen Lebens: Liebe, Leid, Wahrnehmung. Mit Werken von Pablo Picasso, Joseph Beuys, Robert Höfling, Michael Triegel, Werner Tübke, Tilman Riemenschneider, Käthe Kollwitz und vielen anderen. Im Museum am Dom. Führung mit Eintritt 5,50 €.  

Sonntag 10.3.13 11.15 Uhr: Tradition und Propaganda. Kunst aus der Zeit des Nationalsozialismus in Würzburg. Die Städtische Sammlung wurde 1941 gegründet. So lagern in den Magazinen des Kulturspeichers zahlreiche Werke aus jener Zeit. Viele von ihnen werden in dieser Sonderausstellung erstmals seit 1945 gezeigt. Die Ausstellung präsentiert sie ab 9. März im Kontrast zu Werken der "Entarteten Kunst" aus dem überraschenden Berliner Skulpturenfund von 2010. Meine Führung mit dem Titel "Tradition und Propaganda" widmet sich beiden Sonderausstellungen, legt den Schwerpunkt jedoch auf die etablierte Kunst im Nationalsozialismus. Kulturspeicher. Führung 3,50 €, Eintritt 3,50 €.

Sonntag 10.3.13 15.00 Uhr: Der überraschende Berliner Skulpturenfund von 2010 und die Würzburger Bildhauerin Emy Roeder. Im Jahr 1918 hatte die Würzburger Bildhauerin Emy Roeder mit der Terrakottaplastik der Schwangeren eines ihrer eindrucksvollsten Werke geschaffen. 1936 wurde die Figur in der Ausstellung "Entartete Kunst" von den Nazis verhöhnt und war anschließend verschollen. Im Jahr 2010 ist sie beim U-Bahn-Bau in Berlin mit anderen Werken der verfemten Moderne überraschend im Erdreich gefunden worden. Dem Kulturspeicher ist es gelungen, das gefundene Kopffragment mit Werken weiterer Künstler aus diesem Berliner Skulpturenfund für wenige Wochen nach Würzburg zu holen. Die Führung zeigt die künstlerischen Zusammenhänge der ausgestellten Werke und stellt sie propagandistischen Werken der Nazi-Zeit aus der Ausstellung Tradition und Propaganda gegenüber. Sonderausstellung im Kulturspeicher. Führung 3,50 €, Eintritt 3,50 €.

Sonntag 17.3.13 15.00 Uhr: Der Würzburger Domschatz - verloren Geglaubtes aus 1000 Jahren Domgeschichte. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs hielt man den Würzburger Domschatz für verloren. Doch im Lauf der Jahrzehnte sind viele der in der Bombennacht gestohlenen Stücke im Kunsthandel aufgetaucht und nach Würzburg zurückgekehrt. Manchen Dieb befiel auch die Reue und er gab seine Beute freiwillig zurück. Daneben hat eine aufwändige Restaurierung vermeintlicher Verluste viele Kunstwerke wieder erstehen lassen. Mit manchen sind abenteuerliche Geschichten verbunden. Die Führung widmet sich den berühmten Löwenkopftürziehern, den Grabausstattungen der Bischöfe, den Messgefäßen des Barocks, Gewändern aus verschiedenen Epochen und vielen weiteren ausgesuchten Stücken. Im Domschatz in der Plattnerstraße. Führung mit Eintritt 4 €. 

Donnerstag 21.3.13 17.30 Uhr: Etablierte und „entartete“ Kunst im Nationalsozialismus. Eine Gegenüberstellung von Werken der Ausstellungen Tradition und Propaganda und Berliner Skulpturenfund. Im Jahr 1937 entfernten die Nazis Werke der Moderne aus den öffentlichen Museen und verhöhnten sie in der Ausstellung "Entartete Kunst" in München. Danach galten viele dieser Werke als verschollen. Im Jahr 2010 wurden elf von ihnen beim U-Bahn-Bau in Berlin überraschend im Erdreich gefunden, auch eines der Würzburger Bildhauerin Emy Roeder. Für eineinhalb Jahre waren sie Anziehungspunkt für Tausende von Besuchern im Neuen Museum in Berlin. Nun sind sie für wenige Wochen in Würzburg zu sehen. Die Führung stellt sie der etablierten "Nazi-Kunst" der Ausstellung Tradition und Propaganda gegenüber. Kulturspeicher. Führung 3,50 €, Eintritt 3,50 €.

Sonntag 24.3.13 15.00 Uhr: Das Burkarderviertel - die Keimzelle Würzburgs. Nach Ihrer Gründung vor 3000 Jahren blieb die Stadt Würzburg lange auf den Marienberg und das Flussufer zu seinen Füßen, das heutige Burkarderviertel, beschränkt. Erst um 800 nach Christus wechselte das Stadtzentrum auf die andere Seite des Mains. Die Stadtführung berichtet aus der keltischen und germanischen  Frühzeit und der späteren Entwicklung des Viertels und widmet sich dem Burkardertor, dem Frauengefängnis, der Burkarderkirche, dem Umlaufkanal, den Mainmühlen, dem Brückentor sowie der Industrie- und Fischertradition. Treffpunkt: Burkarderkirche, Eingang Burkarderstraße 40. Führungsgebühr 5 Euro.

Sonntag 14.4.13 15.00 Uhr: Würzburg im Nationalsozialismus (Stadtführung). Auf dem Weg vom Rathaus über die NS-Einrichtungen in der "Adolf-Hitler-Straße" und die Gestapo-Zentrale in der Ludwigstraße zum Residenzplatz berichtet die Führung vom Übergang von der Demokratie zur Gewaltherrschaft, von gesellschaftlichem Leben und Deportationen, von Anpassung und Widerstand. Auch vom Profit des späteren Olympiasiegers Josef Neckermann bei der Enteignung der Kaufmannsfamilie Ruschkewitz oder vom Widerstand christlicher Jugendgruppen wird die Rede sein. Texte und Photographien ergänzen den Besuch der Orte des Geschehens und zeigen das heute nicht mehr Sichtbare. In der Reihe StadtverführungenTreffpunkt: Vierröhrenbrunnen beim Grafeneckart (Rathaus). Gebühr 5 €. 

Sonntag 2.6.13. 11.15 Uhr. Max Pechstein auf Reisen. Der ehemalige „Brücke“-Maler gehört zu den bekanntesten Vertretern des Expressionismus und ist durch seine farbintensiven Landschaftsdarstellungen und Porträts bekannt. Zeitlebens war er auf der Suche nach Ursprünglichkeit. Er fand sie auf Reisen an die Pommersche Küste, nach Ligurien und in die Südsee  –  Regionen, die Anfang des 19. Jahrhunderts vom Tourismus noch weitgehend unberührt waren. Dort hielt er Landschaften fest und die Menschen, die in ihnen lebten und arbeiteten. Die Natur erwies sich als unerschöpfliche Inspirationsquelle für den Maler. Motive wie Akte, Badende, Bauern, Steinträger und Fischer regten ihn zu künstlerischen Experimenten an. Kulturspeicher. Führung 3,50 €, Eintritt 4,50 €. 

Samstag 15.6.13 18.00 Uhr: Würzburger Geheimnisse. Was sie schon immer über Würzburg wissen wollten, aber nie jemanden fragen konnten! Wie kam die Stadt zu ihrem Namen? Warum ist die große Marienkirche am Markt eine "Kapelle"? Wie kam das Neumünster zu seiner auffälligen Fassade? Wer steckte wirklich hinter dem Mord am heiligen Kilian? Und was steckt hinter der spektakulären  Würzburger Empfängnis? All das und noch vieles mehr wird in dieser Stadtführung beantwortet. Ja Sie erfahren sogar, wie politische Hintergründe die Gestaltung der Brunnenfiguren am Sternplatz beeinflusst haben. Treffpunkt: Vierröhrenbrunnen am Grafeneckart(Rathaus). Stadtführung, Gebühr 5 Euro.

Sonntag 7.7.13 17.00 Uhr: Frauen in Würzburg. Die Festung wurde auf "unserer lieben frauen berg" errichtet. Befand sich dort in vorchristlicher Zeit eventuell ein Heiligtum einer weiblichen Göttin? Als das Christentum nach Würzburg kam, spielten Frauen wie Immina und Gailana im öffentlichen Leben noch eine wichtige Rolle. Im hohen Mittelalter schlossen sich freiheitswillige Frauen in Beginen-Gemeinschaften zusammen. Die jüdische Ärztin Sara praktizierte in Würzburg. Unter Bischof Julius Echter begann aber die Hexenverfolgung. Ende des neunzehnten Jahrhunderts erkämpften sich Frauen einen freien Zugang zur Bildung und ihr Wahlrecht. Die Führung berichtet von bedeutenden Persönlichkeiten wie Elisabeth Dauthendey, Gertraud Rostosky, Klara Oppenheimer, Johanna Stahl, Emy Roeder u.a.. Führungsdauer ca. 90 Minuten. Treffpunkt: Vierröhrenbrunnen am Grafeneckart (Rathaus). Stadtführung, Gebühr 5 Euro. 

Sonntag 11.8.13 11.00 Uhr: Vom Alten Ägypten nach Griechenland und Rom. Höhepunkte der Antikensammlung im Martin von Wagner Museum. Fundstücke vom Ursprung der abendländischen Kultur. Es beginnt mit Katzenmumien, sterbenden Göttern und Dienern für das Jenseits. In der Sammlung griechischer Keramik sehen Sie dann nicht nur die berühmte Brygos-Schale. Sie erfahren auch endlich, warum regelmäßig reife Herren mit Kaninchen im Gymnasion verschwanden und manche von ihnen ohne Kaninchen aber mit einem feinen Lächeln wieder herauskamen. Im Südflügel der Residenz. Vom Residenzplatz gehen Sie durch den Torbogen des Südflügels bis in den zweiten Innenhof. Der Aufgang zum Museum liegt rechter Hand. Führung 3 Euro, Eintritt frei. Eine Veranstaltung der Museumsinitiative am Martin von Wagner Museum

Sonntag 1.9.13 15.00 Uhr: Tilman Riemenschneider - eine Stadtführung zu Leben und Werk des Würzburger Bildhauers. In Osterode (Harz) aufgewachsen, ließ er sich um 1480 in Würzburg nieder. Er wurde nicht nur bedeutendster Bildhauer Mainfrankens sondern auch Ratsherr und Bürgermeister. Nach großem künstlerischen und wirtschaftlichem Erfolg fiel er wegen seines Engagements im Bauernkrieg in Ungnade. Die Führung folgt seinen Lebensstationen und zeigt jene seiner Werke, die in der Altstadt zugänglich sind, wie z.B. Adam und Eva und das Schaumberg-Grabmahl an der Marienkapelle, die Madonna im Neumünster, die Pieta in der Franziskanerkirche und die berühmten Bischofsdenkmäler im Dom. Treffpunkt: Falkenhaus am oberen Markt. Stadtführung, Gebühr 5 Euro. 

Samstag 28.9.13 17.00 Uhr: Zu Gast im alten Würzburg. Eine Stadtführung zu historischen Hotels, Gasthöfen und Badeschiffen. Manche haben Ihr Gesicht über die Zeit erhalten, wie der Stachel, das Lämmle oder manches Bäck, andere haben sich verwandelt, wie das Odeon, das als Varieté begann, schließlich Kino wurde und sich heute als „Lounge“ präsentiert. Besonders prominent unter den Verwandlungen ist der Gasthof zum Hirschen, in dem heute eine Bank residiert. Freilich sind auch viele gastliche Häuser in Zeit und Krieg untergegangen, wie das berühmte Hotel Schwan, die Varietes der zwanziger Jahre, das maurische Cafe Alhambra oder die Badeschiffe am Main. Alte Bilder lassen diese Orte wieder lebendig werden. Dazu hören Sie Hintergründiges zur Geschichte von Kaffee-, Wein- und Biergenuss in unserer Stadt. Treffpunkt: Vierröhrenbrunnen am Grafeneckart (Rathaus). Führungsgebühr 5 Euro.

Donnerstag 26.12.13. (2. Weihnachtsfeiertag) 11.15 Uhr: "Rein malerisch" -  Wilhelm Leibl und sein KreisSie standen am Anfang der Modernen Malerei in Deutschland. Ab 1865 rebellierten sie gegen das leere Pathos in den Bildern der offiziellen Staatskunst und gegen die schwankhaften Idealisierungen zeitgenössischer Bauerndarstellungen. Zwar nahmen auch sie sich einfache Modelle wie Knechte und Mägde, doch auf ihren Bildern traten diese nicht auf wie im Komödienstadl, sondern schlicht, direkt und authentisch. Für den Kunstmarkt war dies ein Schock. Der extreme Realismus in den Bildern sollte zeigen, dass die Künstler des Leibl-Kreises nur die Natur als Lehrmeister  akzeptierten. Verkaufen konnten sie solche Bilder kaum. Da ihre Kunst niemandem dienen wollte, ganz aus der Farbe aufgebaut war und sich radikal der Wahrheit verpflichtet sah, nannten die Künstler sie "rein malerisch" oder "rein künstlerisch". Die Ausstellung präsentiert zahlreiche Leihgaben aus den großen Museen Deutschlands, neben Werken von Wilhelm Leibl auch solche von Theodor Alt, Rudolf Hirth, Carl Schuch, Johann Sperl, Hans Thoma, Wilhelm Trübner u.v.a.. Sonderausstellung im Kulturspeicher. Führung 3,50 €, Eintritt 4,50 €. 

 
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